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Archiv, 03.12.2013, 16:29

Punktgewinn für barrierefreien Spitzensport - ThyssenKrupp Encasa realisiert Plattformlift im Deutschen Tischtennis-Zentrum

Neuss Ob Basketball, Fechten, Segeln oder Tischtennis – das Angebot für Menschen im Rollstuhl ist enorm vielfältig. Doch für Sportler mit Behinderung stellt der barrierefreie Zugang zu Stadien, Sporthallen und Trainingszentren oftmals eine Hürde dar – ein Hindernis auch bei der Rehabilitation und sozialen Integration. Um diese Barrieren zu überwinden, sind einfache und platzsparende Lösungen gefragt. Der neue Plattformlift im Deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf – zur Verfügung gestellt und installiert von ThyssenKrupp Encasa – ist so eine Lösung. Die offizielle Übergabe des Lifts fand nun im Beisein von Staatssekretär Bernd Neuendorf statt. Für den Staatssekretär für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport in Nordrhein-Westfalen ist das Projekt ein Paradebeispiel für die Inklusion behinderter Sportler: „ThyssenKrupp Encasa hat mit seinem Engagement ein Zeichen gesetzt für mehr Chancen für Menschen mit Behinderung und Barrieren abgebaut. Es freut mich, dass wir gemeinsam diese Lösung so schnell realisieren konnten“, so Neuendorf.

„Als weltweit operierendes Unternehmen sind wir uns unserer sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung bewusst“, betont Dr. Peter Klaus Kirner, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp Access Solutions GmbH, die ThyssenKrupp Encasa übergeordnete Muttergesellschaft. „Die Integration und Unterstützung von Menschen mit Behinderung, im Berufsleben wie auch im Sport, ist uns dabei ein wichtiges Anliegen. Denn Sport fördert die persönliche Entwicklung, stärkt das Selbstvertrauen und vermittelt Werte wie Respekt, Toleranz und Fair Play.

„Das Deutsche Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf ist die zentrale Trainingsstätte für die besten deutschen und europäischen Tischtennisspieler – ganz gleich, ob mit oder ohne Handicap. Wir freuen uns sehr über die Unterstützung von ThyssenKrupp Encasa. Timo Boll ist bereits eines der drei Gesichter der Special Olympics – die nationalen Spiele für Sportler mit geistiger Behinderung – die 2014 in Düsseldorf stattfinden. Im Tischtennis-Zentrum wird das Thema Inklusion vorgelebt", sagt Düsseldorfs Sportdezernent Burkhard Hintzsche.

Seit dem Frühjahr 2013 ist der Bundesstützpunkt des Deutschen Tischtennis-Bundes am nordöstlichen Stadtrand der Rheinmetropole zugleich Paralympischer Trainingsstützpunkt. Hier trainieren und spielen neben der Nationalmannschaft um Timo Boll auch die verschiedenen Mannschaften von Borussia Düsseldorf, einem der erfolgreichsten Tischtennisvereine Europas, mit zahlreichen Rollstuhl-Teams. Durch das sportliche Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten sind die Anforderungen an den Gebäudekomplex in punkto Barrierefreiheit deutlich gestiegen. Der Einbau des Plattformlifts vom Typ Gulliver im Foyer vereinfacht den Zugang zum hauseigenen Internat sowie zu den Krafträumen im Obergeschoss – und das bei einfachster Bedienung über die Innensteuerung des Lifts. Das Heben und Senken der rund 1,40 mal 1,15 Meter großen Plattform mit einer Tragkraft von bis zu 400 Kilogramm übernimmt ein Hydraulikantrieb; mehrere Sicherheitsfunktionen des Lifts sorgen für einen optimalen Schutz des Nutzers. Der rund sechs Meter hohe gläserne Schacht ist angepasst an die baulichen Gegebenheiten und als „Durchlader“ mit zwei Türen konstruiert. Dadurch können Rollstuhlfahrer im Erdgeschoss bequem ein- und im ersten Obergeschoss wieder ausfahren, ohne sich drehen zu müssen. Automatisch öffnende und schließende Türen erleichtern dabei den Zugang.

Eine der ersten Spitzensportlerinnen, die vom neuen Plattformlift profitiert, ist Sandra Mikolaschek. Die 16-Jähige Rollstuhlfahrerin gilt als das größte Tischtennistalent im weiblichen Nachwuchsbereich des Deutschen Behindertensportverbands und hat bei der EM im September in Lignano (Italien) im Einzel in der Wettkampfklasse 4 Silber gewonnen. Als erste Sportlerin mit Behinderung ist sie zum neuen Schuljahr an das Internat im Deutschen Tischtennis-Zentrum und in die zweite Bundesliga Mannschaft von Borussia Düsseldorf gewechselt – die Paralympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro (Brasilien) fest vor Augen. Geschäftsführer Jo Pörsch freut sich mit seinem neuen Vereinsmitglied Sandra über den Aufzug: „Wir engagieren uns seit mehreren Jahren im Behindertensport und sind sehr froh, dass die Trainingsbedingungen für Sandra durch die Installation eines Liftes erleichtert wurden. Nun kann sie sich noch besser auf die Rollstuhl-Bundesliga und ihr großes Ziel, die Paralympics 2016, vorbereiten.“

„Wir freuen uns, dass im Sportinternat des Deutschen Tischtennis-Bundes im Deutschen Tischtennis Zentrum nun erstmals Inklusion gelebt werden kann“, unterstreicht Dirk Schimmelpfennig, der Sportdirektor des Deutschen Tischtennis-Bundes. Der Trainingsstützpunkt in Düsseldorf bietet sehr gute Förderbedingungen für die junge Leistungssportlerin mit Behinderung – auch dank der technischen Unterstützung durch ThyssenKrupp Encasa

Über ThyssenKrupp Encasa

Die ThyssenKrupp Encasa GmbH gehört zu den größten Anbietern von Treppen- und Plattformliften sowie Home Elevator. ThyssenKrupp Encasa konzipiert, gestaltet und realisiert individuelle Kundenlösungen. Das Unternehmen ist Teil der Business Area Elevator Technology. Die Business Area Elevator Technology umfasst die weltweiten Konzernaktivitäten im Geschäftsfeld Personenbeförderungsanlagen. Mit einem Umsatz von 5,7 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2011/2012 und Kunden in 150 Ländern zählt ThyssenKrupp Elevator zu den führenden Aufzugsunternehmen der Welt. Das Unternehmen mit mehr als 47.000 qualifizierten Mitarbeitern bietet innovative und energieeffiziente Produkte, entwickelt für die individuellen Anforderungen der Kunden. Das Portfolio umfasst Personen- und Lastenaufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige, Fluggastbrücken, Treppen- und Plattformlifte sowie maßgeschneiderte Servicelösungen für das gesamte Produktangebot. 900 Standorte rund um den Globus bilden ein dichtes Vertriebs- und Servicenetz und sichern somit eine optimale Nähe zum Kunden.

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