Treppenlift Krankenkasse - Ratgeber Antragstellung

Treppenlift Krankenkasse - Ratgeber Antragstellung

Damit die Pflege- bzw. Krankenkasse Ihnen einen Zuschuss für den Einbau des Treppenlifts bewilligt, sollten Sie bei der formalen Antragstellung gewisse Formulierungen beachten, sowie formale Abläufe berücksichtigen. Hier finden Sie alle nützlichen Informationen rund um die Antragstellung sowie ein Musterschreiben für die Bezuschussung Ihres Treppenlifts.

Formalia bei der Antragstellung

Um unnötig viele Schriftwechsel zwischen Ihnen und Ihrer Pflegekasse zu vermeiden und die Beantragung möglichst reibungslos abzuwickeln, sollten sie die folgenden Formalia vor und zur Antragstellung beachten:

  • Beantragung eines Pflegegrades bei der jeweiligen Pflegekasse
  • Einholung eines Kostenvoranschlages über Kauf und Installation eines Treppenlifts (die Vorlage eines Kostenvoranschlages genügt in den meisten Fällen)
  • Ausfüllen des Antrages „auf finanziellen Zuschuss zur Verbesserung des individuellen Wohnumnfeldes “ erhältlich bei den Pflegekassen
oder
  • Formale Antragstellung mit Betreff/Bezeichnung des formellen Antrages

Die formlose Antragstellung

Der formlose Antrag ist bei der jeweiligen Pflegekasse schriftlich einzureichen und muss zwingend in die Richtung einer Wohnumfeld verbessernden Maßnahme formuliert werden. Aus dem Schreiben sollte daher klar hervorgehen, warum Sie den Lift benötigen, indem Sie am besten kurz Ihr Krankheitsbild erläutern. Dem Antrag sollten Sie außerdem einen Kostenvoranschlag sowie Fotos der Raumsituation beifügen, auf denen klar ersichtlich ist, warum die Durchführung der Maßnahme erheblich den Erhalt Ihrer selbstständigen Lebensführung unterstützt. Auf diese Weise beschleunigen Sie nicht nur die Bearbeitungszeit und Prüfung des Antrages durch den Medizinische Dienst, sondern verbessern gleichzeitig Ihre Chancen auf eine Bezuschussung. Denn nach §40 Abs. 4 SGB XI gilt:

Die Pflegekasse kann einen finanziellen Zuschuss für eine Maßnahme zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes gewähren, wenn dadurch im Einzelfall die häusliche Pflege ermöglicht oder erheblich erleichtert, oder eine möglichst selbstständige Lebensführung des Pflegebedürftigen widerhergestellt wird.

Konkret ist also eine plausible Begründung zur Durchführung der Maßnahme wichtig für die Höhe des bewilligten Zuschusses (max. 4.000 Euro pro Maßnahme, max. 4 Antragsteller pro Maßnahme).

Wichtig

Beachten Sie, dass die Förderung bis zu 4.000 € je Maßnahme beträgt. Dabei werden alle Maßnahmen, die zum Zeitpunkt der Zuschussgewährung erforderlich sind, als eine Maßnahme gesehen. Werden im Laufe der Zeit, bedingt durch die Änderung des Pflegezustandes, weitere Maßnahmen erforderlich, handelt es sich hierbei um erneute Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung, für die ein erneuter Zuschuss von ebenfalls bis zu 4.000 € gezahlt werden kann.

Mit der Einführung des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes seit dem 1. Januar 2013 ist es für Pflegebedürftige, die in einer Wohngemeinschaft leben, außerdem möglich, den Zuschuss zu kumulieren. Das Geld wird also jedem Pflegebedürftigen ausgezahlt und kann für eine einheitliche Maßnahme, wie beispielsweise die Anschaffung eines Treppenlifts, verwendet werden. Diese Regelung gilt für Wohngemeinschaften ab drei Personen. Dabei ist der Gesamtbetrag je Maßnahme mit 16.000 € gedeckelt.